FÜNF TRENDS, DIE DAS RETAIL-BUSINESS VERÄNDERN KÖNNEN

FÜNF TRENDS, DIE DAS RETAIL-BUSINESS VERÄNDERN KÖNNEN

FÜNF TRENDS, DIE DAS RETAIL-BUSINESS VERÄNDERN KÖNNEN



In vielen Jugend-Erinnerungen war das Shopping-Center in der Heimatstadt oder nächstgrößeren Stadt ein belebtes Handelszentrum. Es war voll mit angesagten Geschäften und Shopping-Begeisterten. Das Shopping-Center war für viele der gesellschaftliche Mittelpunkt. Gerade samstags und für Familien wurde das Shopping-Center als beliebtes Ausflugsziel gewählt. Schaut man sich heute den ehemaligen Mittelpunkt der Stadt an, bietet sich ein trauriger Anblick. Die Hälfte des Centers steht leer - ein Friedhof der toten Läden.
Das Wachstum des Online-Shoppings und verändertes Konsumverhalten bewirkten einen starken Umsatzrückgang im Retail. Konsumenten stellen Erlebnisse über Besitz, Brick-and-Mortar-Stores haben an Bedeutung für die Kunden verloren.
Dieser Entwicklung können Retailer jedoch entgegenwirken, indem sie den Fokus auf die technologischen Entwicklungen und Kundenbedürfnisse richten und ihre Strategie darauf ausrichten. Verbrauchergewohnheiten mögen sich verändert haben, aber die jüngsten technischen Fortschritte haben es Retailern ermöglicht, sich ihnen anzupassen. Es braucht den Mut zur Veränderung und die Bereitschaft, sich auf kommende Trends vorzubereiten, um die Branche umzugestalten.

1. Retailer verkaufen in ihren Stores nicht nur Produkte, sondern Erlebnisse
Die meisten Menschen schätzen Erlebnisse mehr als materiellen Besitz. Auch wenn wir uns mit materiellen Dingen wie einem neuen Smartphone oder Auto identifizieren können, verlieren diese Gegenstände mit der Zeit ihre Faszination. Nach einer bestimmten Zeit tauschen wir sie gegen neuere, angesagte Produkte aus. Materieller Besitz wird damit nie wirklich ein Teil unserer wahren Identität.
Auf der anderen Seite sind wir die Summe unserer Erfahrungen, sie sind tief in uns verwurzelt. Durch Erlebnisse, die wir mit anderen Menschen teilen, schaffen wir enge Bindungen. Erlebnisse werden immer ein Teil unseres Lebens sein, die uns mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, verbinden.
Einige Retailer der Beauty-Branche bieten in ihren neuen Stores Styling, Kosmetik-Behandlungen und kostenlose Produktmuster an. So können sie ihren Kunden angenehme Erlebnisse bieten, die eine viel größere emotionale Wirkung haben als der alleinige Kauf eines Produktes. Diese positiven Erfahrungen möchten die Kunden gerne mit ihren Freunden teilen und sorgen durch Mundpropaganda somit für eine Vergrößerung des Kundenstamms.

2. IoT macht Shopping einfacher, günstiger und bequemer
Das Internet of Things verbindet Milliarden von Alltagsprodukten, wie z. B. Home Speakers, Fernseher oder Autos, mit dem Internet. Dadurch sind Retailer in der Lage, Unmengen an Daten zu sammeln, die Details über das Konsumentenverhalten ihrer Kunden verraten. Mit Hilfe dieser Daten können sie ihren Kunden in jeder Phase der Buyer´s Journey spezifische Werbebotschaften senden.
Wenn z.B. die Milch leer oder schlecht geworden ist, erkennt ein smarter Kühlschrank den Bedarf und zeigt auf dem Kühlschrank-Display oder auf dem Smartphone an, wo es aktuell die günstigste Milch gibt. Falls gewünscht, kann sogar direkt ein Karton bestellt werden, wenn der Kühlschrank-Anbieter mit dem Supermarkt zusammenarbeitet.
Immer mehr Omnichannel-Retailer nutzen das IoT auch, um ihren Kunden mit Hilfe von so genannten Beacons beim Geldsparen zu helfen. Über Bluetooth werden Statusmeldungen, z. B. Rabattaktionen, an die Smartphones der Kunden geschickt, wenn sie sich in der Nähe eines Stores befinden. Die App kann auch den Standort lokalisieren. Wenn sich z. B. eine Kundin in der Parfümabteilung befindet, schickt ihr die App Sonderangebote der Produkte, für die sie sich online bereits interessiert hatte.
Das IoT macht Shopping einfacher, günstiger und bequemer. Mobiles Shopping wird bei den Konsumenten immer beliebter. Dieser Trend ist bereits Realität und wird sich in Zukunft noch verstärken. Retailer können den Trend für sich nutzen und ihre Konzepte dem Nutzungsverhalten ihrer Kunden anpassen.

3. Konsumenten nutzen die Facebook-Bots der Retailer zum Produktvergleich
Unternehmen und Konsumenten tauschen pro Monat Milliarden von Facebook-Nachrichten aus. Die Retail-Industrie hat den zweithöchsten Anteil an diesen Nachrichten. Das macht den Facebook-Messenger für die Konsumenten zu einem der populärsten und bequemsten Kanäle, um sich über Retail-Produkte zu informieren und letztendlich auch zu kaufen.
Mehr als die Hälfte der Verbraucher kaufen vorzugsweise bei Firmen, mit denen sie direkt über Facebook kommunizieren können. Deshalb ist es für Retailer entscheidend, Messenger-Bots einzusetzen, die in der Lage sind, einfache und auch etwas anspruchsvollere Konversationen zu führen wie z. B. Begrüßungen und Produktempfehlungen.
Um den Umsatz mit Hilfe des Facebook-Messengers noch zu steigern, sollten Retailer auch Bots entwickeln, die Warenkorb-Abbrecher kontaktieren und ihnen die Möglichkeit bieten, den Kauf direkt mit der App abzuschließen. Manche Retailer nutzen den Facebook-Messenger bereits, um den Kaufvorgang zu beschleunigen. Outfits können online individualisiert und gekauft, Blumen in weniger als fünf Minuten bestellt und versendet werden.

4. Fashion-Brands nutzen Cognitive Computing für besseren Customer-Service
Cognitive Computing ist eine Technologie, die enorme Datenmengen analysieren kann, und dies in einer Art und Weise, die dem menschlichen Verstand ähnlich ist. Dadurch, dass die Maschine scheinbar so denkt und handelt wie ein Mensch, können die Kunden ganz natürlich mit der Technologie kommunizieren und erhalten datenbasierte Empfehlungen.
Fashion-Brands, die Cognitive Computing in ihre Kundenservice-Technologie implementieren, können bei der Zusammenstellung ihrer Customer-Service-Teams zweigleisig fahren und so besseren und schnelleren Service bieten.
Durch den Einsatz von Computern und Robotern in den Stores, die in der Lage sind, mit den Kunden in ihrer Sprache zu kommunizieren und Routine-Fragen zu beantworten, können die Retail-Mitarbeiter sich um die Kunden kümmern, die dringendere und komplexere Fragen haben.
Führende Hotelketten setzen bereits Rezeptions-Roboter ein, die einfache Fragen der Gäste beantworten können, wie z. B. Fragen nach Sehenswürdigkeiten oder Restaurants in der Nähe. Die Roboter können sich auch bewegen und die Gäste an jeden beliebigen Ort innerhalb des Hotels dirigieren. Dadurch haben die Front Desk Mitarbeiter Kapazitäten frei, um sich auf andere Aufgaben wie Telefonate oder das Einchecken der Gäste zu konzentrieren.

5. Fashion-Brands nutzen Augmented Reality im Marketing
Möbelhersteller haben verstanden, dass für ihre Kunden die Entscheidung für ein Wohndesign gut überlegt sein will. Wenn sie die falschen Möbel aussuchen, kann es passieren, dass diese zu groß für den Raum sind oder farblich überhaupt nicht passen.
Ohne die Möglichkeit, sich vorab bildlich vorzustellen, wie die neuen Möbel in ihrem Zuhause aussehen würden, werden die Kunden entweder die Entscheidung hinauszögern oder sie lassen den Ärger über ihre Fehlentscheidung am Hersteller aus.
Um ihren Kunden Situationen wie diese zu ersparen, haben führende Retailer Augmented Reality Apps entwickelt, die eine Darstellung anspruchsvoller 3D-Modelle ihrer Möbel im Zuhause der Kunden ermöglichen. Die Größen der digitalen Möbel können verändert werden, so dass sie in den Raum passen, die Ansicht aus jedem Winkel und in jedem Licht ist möglich, Designs können gespeichert werden.
Durch die Nutzung von Augmented Reality haben es diese Retailer den Kunden leichter gemacht, sich mit der Marke zu identifizieren, die richtigen Möbel für ihr Zuhause auszuwählen und letztendlich auch mehr Produkte dieser Marke zu kaufen.

Machen Sie Ihren Retail-Store fit für die Zukunft
Die Retail-Industrie wird sich rasend schnell weiterentwickeln, aber wenn Sie sich auf diese fünf Trends vorbereiten, werden Sie den Überblick behalten und die Fähigkeit haben, Ihren Retail-Stores in der näheren und ferneren Zukunft zum Wachstum zu verhelfen.

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